2018

4. Berliner Inselcup

Unser Wintertraining in diesem Jahr war irgendwie zäh gewesen. Das Eis stoppte uns nur 2 oder 3 Wochen, aber dennoch kam der Kahn nicht so recht in Fahrt. Ob es die niedrigen Schlagzahlen waren oder der Fokus auf die Wettkämpfe fehlte? Nun, wir hatten keinen Schimmer, wie wir uns beim ersten Wettkampf des Jahres schlagen würden. 


Nachdem der Start gut gelungen war und wir uns gut absetzten konnten, bekamen wir noch vor der ersten Wende Besuch vom Gegenspieler Draco Jenensis - uns bekannt vom Rennen an der Bleilochthalsperre. Ein wenig später schloss auf der linken Seite auch das Pro Team Hameln auf. Ist ja nicht so, als wäre der Kopf nach gut 1000 m nach dem Start in der aktiven Phase des "Rumjaulens": "Was mach ich hier schon wieder?", "Wieso habe ich wieder JA zur Langstrecke gesagt??", "Ich schaff keine 8 km", "Ich bin ja jetzt schon k.o." - "Ich höre jetzt auf mit Drachenboot" - "Das ist einfach zu anstrengend". 
Doch in Sandwich-Position darf der Kopf nicht all zu laut und lange jammern. Konzentration. "Für die anderen ist es auch anstrengend!" - "Lass jetzt nicht nach!" - "Komm schon!" 


In der dritten Wende passiert etwas merkwürdiges. Das Boot rechts von uns zieht nach innen und drängt aus Versehen das Boot links weg. Wir sind alle hellwach und wissen sofort was zu tun ist. "Druck, Druck, Druck! Die Frequenz geht hoch und wir geben Feuer. Und paddeln und paddeln und paddeln. Wir gewinnen an Vorsprung. Wir halten ihn. Wir bauen ihn aus. Unser Steuermann treibt uns an und Wende für Wende nähern wir uns dem Ziel. Als wir es geschafft haben, weiß der Kopf nichts mehr vom "Schluss mit Drachenboot", es ist nur noch Glücksadrenalin da.

 

Wir beenden den Tag mit Grillen im Regen. Vielen Dank an der Stelle noch an unsere Vereinsfreunde der SVB Blue Bulls für ihre tatkräftige Unterstützung am Paddel und dem SSC Grünau für die tolle Veranstaltung und die flexible Versorgung mit Brötchen und Besteck.

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