2010

2010 - weiter, immer weiter!

2010 - ein Jahr mit zwei Gesichtern: auf der einen Seite die tollen Ergebnisse in der Ferne, auf der anderen die oftmals lasche Trainingsteilnahme und nddie nicht zu wiederholenden Ergebnisse des Vorjahres auf den Rostocker Regatten. 

Traditionell starteten wir beim 4. Rostocker IndoorCup ins neue Jahr - wir kämpften uns bis ins Finale unseres Cups wo wir gegen die Kanuten vom RKC sämtliche Luft aus dem Blut in unsere Muskeln pumpten und uns dennoch nach ewig langen 1:57min gechlagen geben mussten. 
Nach einer 3-monatigen Eiszeit traten wir dann als Renn- gemeinschaft beim 2. Berliner Halbmarathon an und durften uns nach einem 21km-Fight mit den Ü-50-Weltmeistern der Elb Meadow Masters über knapp erkämpftes Bronze freuen..

Als Generalprobe für die WM in Macau hatten im Juni dann zahlreiche Weltklasse-Teams aus Hannover, Uckermark, Potsdam & Co am Faulen See gemeldet. Mit einer starken Teamleistung konnten wir in diesem hochkarätigen Feld auf Sprint- & Langstrecke jeweils den 6. Platz samt Pokalen erreichen. Die hochgesteckten Erwartungen nach dem Vorjahrestriumph konnten wir in Warnemünde indes nicht erfüllen. Mit Platz 6 gelang zwar eine gute Platzierung, jedoch "nur" als drittbestes Rostocker Team. Scheinbar hatte uns dieses Ergebnis nochmal gehörig motiviert, denn am Pfaffenteich konnten wir uns erstmals ins A-Finale kämpfen. Ebenfalls Platz 7 auf der Langstrecke rundete das Wochenende wie auch die Saison erfolgreich ab. 

Bei der DKV-DM in Duisburg konnten 16 OSPA-Dragons mit Damen- & Herrenboot jeweils eine Podiumsplatzierung und die erfolgreiche EM-Qualifikation herausfahren.

Schwerin, Pfaffenteich - 19. Drachenbootfestival - 14.08.2010

Das Festival am Pfaffenteich: neben Warnemünde unser Höhepunkt der Saison - gemessen an Qualität und Anzahl der teilnehmenden Teams sowieso die bedeutendste Regatta in Deutschland. Und mittendrin auch wir wieder mit der Mission: vorne mitfahren! Während uns der Nieselregen in die Gesichter wehte bereiteten wir uns auf den 1. VL vor, der mit den letztjährigen Finalteilnehmern und weiteren Hochkarätern für uns aufwartete. Von der etwas flacheren Bahn 8 ins Rennen gegangen blieb nur der 7. Rang mit einer in diesem Feld vergleichsweise schwachen 59er-Zeit. Richtig gelesen: kräftiger Rückenwind und freies Einschwimmen ließen die Minutenmarke gleich reihenweise fallen. Da hieß es für uns: Müdigkeit und Trägheit aus den Knochen schütteln und im 2. Rennen zeigen was wir wirklich können. Neben uns die 2. Wahl, denen wir kaum etwas schenkten und uns in einer Zeit von 57:07sek als Zweiter für die Championsklasse qualifizierten.

Dieses Rennen beflügelte uns für den Rest des Wochenendes, das zunächst mit der Einzelverfolgung über 1000m weiterging. In einem sehr kurzweiligen Rennen kamen wir auf Platz 7 ins Ziel und schrammten denkbar knapp an einem Pokal vorbei. Dennoch überwog die Freude über die 12-Sekunden-Steigerung und die Top-Platzierung in diesem überaus starken Feld. Anschließend verköstigte sich unser Team auf Einladung der Schweriner Sparkasse im Veranstaltungsbereich - vielen Dank dafür!

Mit kleinen Augen trafen sich alle Sportler am späten Sonntagvormittag um sich auf den entscheidenden Zwischenlauf vorzubereiten: in einem starken Rennen prügelten wir den Kahn in 58:08sek als Erstes über die Ziellinie. Damit standen wir erneut im Halbfinale - und wir waren heiß auf mehr! Also Spannung hochhalten und auf das Rennen fokussieren. Punkt 13:00 Uhr dann der Start: 30 kraftvolle Schläge - die Fette Motte neben uns flüchtet nach rechts zu den Fool Fighters. Wir fahren unser Ding, ohne Welle, ohne Taktieren, nur laaange harte Schläge und der Endspurt sitzt: 57,16sek, Platz 3 und damit der Einzug ins A-Finale!!!

Euphorisch gehen wir an Land und können gar nicht fassen was passiert ist: im Gegensatz zu den letzten Trainings kommen die Startschläge auch in den 90er Schlagzahlen hammerhart und der Übergang sitzt blind. Im Rennen reißt sich jeder den Arm aus um die entscheidenden Zentimeter Zuglänge zu erreichen. Der Endspurt kommt giftig wie eh und je. So haben uns nun auch die anderen Teams auf dem Zettel, die Stimmung im Marshalling ist angespannt, jeder heiß auf das letzte Rennen des Wochenendes. Wie so oft, will am Start kein Team zurückstecken und so wird ein 2. Mal eingeschwommen. Wir kommen gut weg, es wird ein saugeiles Rennen und wir laufen auf Augenhöhe mit den Fetten Motten & Co ein. Bei der Siegerehrung erfahren wir, dass wir völlig zu Recht im Finale standen: knapp hinter den Pommern und noch vor dem Carolinum werden wir mit einer erneuten 57er-Zeit auf Platz 7 aufgerufen. Überglücklich wird der Glaspokal nach Rostock gebracht. Zum Abschluss der Freiluft-Saison können wir stolz auf das Geleistete sein. OSPA-Dragons - Go! Go! Go!

P.S. Und im nächsten Jahr gehen wir auf die Suche nach demjenigen, der Müllis Teddy kaputtgemacht hat. ;)

Warnemünde - 15. Drachenbootfestival - 10.07.2010

Uns allen war klar, dass der Vorjahreserfolg nicht getoppt werden konnte und ein hartes Stück Arbeit auf uns zukommen würde überhaupt wieder ins A-Finale zu kommen. Pünktlich um 8.30 Uhr fuhren wir unseren 1. VL gegen die Fool Fighters, die Los Banditos und die Red Devils souverän nach Hause. Dieses Rennen durften wir in der Mittagspause noch einmal bestreiten, da die Zeitanlage im 1. Rennen versagt hatte. Auch hier konnten wir in einer Zeit von 1:11 gewinnen. Da wir zwischenzeitlich auch unseren 2. VL gegen De Zuariner, das Blue Wonder und das WAGO Dragon Team gewonnen hatten, stand der Einzug ins Halbfinale fest.

Dort trafen wir auf den Dragon Club und 2 weitere Teams. Erneut konnten wir ein gutes Rennen fahren, jedoch nicht gut genug um gegen den DCR zu bestehen, der an diesem Wochenende einfach stärker war. So mussten wir - leicht geknickt - den Weg ins ebenfalls sehr stark besetzte B-Finale antreten. Auch hier reichte es nur zu Platz 2 hinter den Los Banditos.Trotz eines immernoch hervorragenden 6. Platzes im Feld von 84 Mannschaften überwog die Enttäuschung, in den direkten Duellen gegen die anderen Rostocker Teams den Kürzeren gezogen zu haben. Nun gilt es den Rückstand im Training wieder aufzuarbeiten und die Saison am Pfaffenteich erfolgreich abzuschließen.

Schwerin, Fauler See - 16. Drachenbootfest - 12.06.2010

Aufgrund der langen Verletztenliste und des harten Winters gingen wir mit gemäßigten Erwartungen in diesen Wettkampf, dessen starkes Starterfeld durch hochkarätige Teams aus Hannover, Uckermark, Potsdam & Co. aufgewertet wurde, die sich für die Weltmeisterschaften in Macau vorbereiteten. Selbst die erfahrene Moderation sprach mehrfach von einer "Nationalwertung" und einem Aufgebot wie bei einer DM.Belohnt durch die die Leistung des letzten Jahres starteten wir im 1. Lauf gegen die Fette Motte, 2. Wahl, die Fool Fighters, De Zuariners und das Hannover Allsports Team. Ein etwas verhaltener Start und mangelnde Kraftreserven im Endspurt ließen keine Überraschung zu, so dass wir bei starkem Gegenwind als Letzter ins Ziel gingen. Im 2. Rennen schafften wir es diese Schwachpunkte abzustellen und zogen als Zweiter direkt in den Zwischanlauf am Sonntag. Da das Boot insgesamt besser lief als erwartet, gingen wir hochmotiviert auf die 500m-Distanz. Dort lief es bis zur 250m-Marke sehr gut, danach war gegen die Allsports kein Kraut gewachsen und wir paddelten lang und ruhig aus. Diese taktische Maßnahme zahlte sich 30min später aus, als wir im Hoffnungslauf einen guten Start hinlegten und das Rennen von vorne fahren konnten. Die Angriffe des Carolinums auf 250m und im Endspurt konnten wir souverän kontern und zogen als Sieger sicher in das Halbfinale ein.

Damit lag nur noch die 2000m-Distanz vor uns. Mit einem knackigen Start katapultierten wir uns auf die Strecke und ließen bis zur Wende kaum mit der Kraft nach. Der KRG-Steuermann fuhr die Wende sehr großzügig, so dass wir mit gehörig Adrenalin im Blut auf die letzten 1000m gingen. Hier blies der Wind wieder kräftig von vorne - bei "unserem Wetter" blieben wir in der Schlaganlage weit vorne und prügelten die Schlagzahl kontinuierlich steigernd ins Ziel. Belohnt wurde diese Leistung mit einem 6. Platz und damit einem Pokal in diesem überaus starken Feld.Am Sonntag ereilte uns im 500m-Halbfinale ein ähnliches Schicksal wie 2009: wir fuhren ein sehr starkes Rennen, kamen gegen die späteren Finalisten (A-Finale: 2,3 & 4) aber nicht an: 4. und damit das Aus. Dafür war nun die Pause bis zum 250m-Zwischenlauf etwas länger und mit frisch aufgetankten Kräften schafften wir das kaum für möglich gehaltene: Platz 2 und damit der Einzug in das A-Finale. In einem Feld in dem selbst das C-Finale mit Teams wie Zuarin, dem Dragon Club Rostock & den Ü-50 Weltmeistern Elb Meadow Masters außerordentlich stark besetzt war, kann man diese Leistung kaum hoch genug anrechnen.Wie begehrt der Siegerpokal war zeigte das Startprozedere zum Finallauf: nach einem Abbruch und einem Fehlstart klappte es erst im 3. Anlauf. Unser Start lief bestens und trotz des heftigen Gegenwindes schossen wir mit 16 km/h auf die Strecke. Für unsere Verhältnisse konnten wir das Tempo der meist international erfahrenen Teams gut mitgehen, bevor uns am Ende doch etwas die Kraft ausging. In Anbetracht der subotpimalen Vorbereitung und der starken Konkurrenz glänzt der Pokal für Platz 6 umso goldener. OSPA-Dragons - GO! GO! GO!

Berlin, Köpenick - 2. Halbmarathon - 17.04.2010

Nach der erfolgreichen Premiere 2009 wollten wir den Berliner Halbmarathon auch dieses Jahr wieder in Angriff nehmen. Weil die Warnow jedoch 3 Monate vereist war, die Krankenliste auf Rekordniveau und auch die Lust bei diesen arktischen Temperaturen bei dem ein oder anderen im Keller lag, konnten wir kein eigenes Team stellen. Mit 10 eigenen Kräften und 10 weiteren Rostocker Paddlern starteten wir als Team "SV Breitling".

Vom denkbar schlechtesten Startplatz (letzte Reihe, links außen) aus gingen wir ins Rennen. Nach 30 harten Startschlägen hatten wir uns bereits an die 2. Startreihe herangeschoben, da verlor Steuermann Jochen kurzzeitig die Kontrolle über das Boot und wir mussten abstoppen um nicht eine Massenkarambolage auszulösen. Plötzlich fanden wir uns mitten im Trubel wieder: die Boote der Sonntagsfahrer und Uckermärker zur Linken, die Elb Meadow Masters rechts neben uns. Im Päckchen von 4 Booten zogen wir uns an die vorrausfahrenden Boote ran und hatten nach dieser bereits 3km dauernden Startphase eine enorme Kraftanstrengung bewältigt. Kein Boot wollte nachgeben und so duellierten wir uns nicht nur mit dem Boot aus Dresden sondern zogen auch Uckermark II auf unserer Welle mit. In der Hitze des Gefechts wären wir zusammen mit den Elb Meadow Masters beinahe auf die Sandbank aufgelaufen, im letzten Moment steuerte uns Jochen aber noch knapp daran vorbei.n der nun folgenden Einfahrt in den Teltowkanal versuchten die Dresdener sich mit einer spät gefahrenen Kurve uns und der anderen Boote zu entledigen. Der Schuss ging allerdings nach hinten los: mit 3 Booten im Schlepptau drückten wir nach rechts und erwischten ihr Boot trotz Abstoppens knapp am Heck, so dass wir mit langen Schlägen zusammen mit den wiederaufrückenden Elb Meadows in den Kanal einfuhren und uns dort gegenseitig das Wasser abgruben.Die einzeln vorfahrenden Boote Uckermark I und Red Devils konnten ihren Abstand so kontinuierlich ausbauen. Nach der Kanalausfahrt wurde das Tempo in unserem Boot forciert, die Führung mit den Ü50-Weltmeistern wechselte nun häufiger.

Auf den letzten 3km versuchten sie mehrfach auszureißen, mehrfach konnten wir gegenhalten und auch der letzte Versuch wurde auf letzter Rille fahrend vereitelt. Die letzten Meter erstreckten sich ellenlang, ein letztes Mal wurden Schlagzahl und Kraftintensität erhöht und gemeinsam erreichten wir das Ziel. Die Zeitanlage wies uns mit 54/100s Vorsprung als Dritten (1:46:23,55h) aus, worüber die Freude bei uns und der Ärger der Sachsen umso größer waren. Vielen Dank an alle Sportfreunde, hoffentlich nächstes Jahr wieder mit 2 Breitling-Teams! =)

 

Rostock - 4. Rostocker IndoorCup - 09.01.2010

Das Jahr begann mit einem Dejavu-Erlebnis: erneut ging es im 1. Rennen gegen das Boot des Rostocker Kanu Clubs. Mit langen kraftvollen Schlägen konnten wir den RKC nach 13 Sekunden in den Hoffnungslauf schicken. Auch das Viertel- und Halbfinale gegen "Mein Team" und die "Yellow Turtles" gingen ebenso schnell über die Bühne. Im Finale trafen wir dann erneut auf die Recken vom RKC. Nachdem teils frische Kräfte im gegnerischen Booten saßen, stand zu erwarten, dass es kein einfaches Rennen werden sollte.

Genauso war es auch: nachdem wir den RKC bereits am Rande der Niederlage hatten, stoppte der Vorwärtstrieb und wir kämpften 1 Minute lang auf der Stelle. Von da an driftete das Boot seitlich weg und es ging Zentimeter für Zentimeter in die andere Richtung. Nach quälend langen 1:57min rammte das Boot den Beckenrand und da zu diesem Zeitpunkt der RKC in der Vorwärtsbewegung war, wurde das Rennen zu ihren Gunsten gewertet. Trotz allem ein toller Wettkampf und schon wieder können wir für uns beanspruchen, das längste Rennen des Wettkampfes bestritten zu haben.

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